10 Dinge, die wir in der Führung unbedingt wieder verlernen müssen

19.08.2022
Führung
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Führungsprinzipien auf dem Prüfstand

Ein untaugliches Mittel wird nicht besser, wenn wir es verdoppeln. Und wenn wir Untaugliches verzehnfachen, gibt es auch keinen höheren Nutzen. Trotz dieser Erkenntnis glorifizieren Verantwortliche oft untaugliche Führungsprinzipien. Zehn Dinge zum Vergessen listet dieser Artikel auf.

1. Schnöde Strategie über alles stellen

Viele versuchen, mit Strategien und Methoden von gestern die Probleme von morgen zu lösen. Eine Strategie kann absolut brillant formuliert sein, wenn ihr aber die Organisationskultur entgegensteht, lässt sich diese Strategie nicht umsetzen. Ohnehin wird eines klarer und klarer: Menschen ignorieren Organisationen, die Menschen ignorieren. Strategien verbauen oft den Blick auf das Wesentliche. Mein Credo lautet darum: «Meine Strategie ist Kultur.» Natürlich klingt der Satz «Kultur isst Strategie zum Frühstück und Technologie zum Mittagessen» von Peter F. Drucker wesentlich besser.

2. Auf untaugliche Autoritätsschemata setzen

Untaugliche Autoritäten wirken wie aus der Zeit gefallen. Der Weg von der vertikalen über die diffuse bis zur transformativen Autorität war ein weiter. Vorrechte, Bestrafung und Gleichgültigkeit sind tot. Heute geht es um Beziehungswissen und emotionale Intelligenz sowie um Kooperation und Transparenz.

Autoritäre Züge funktionieren im Hinblick auf die gesellschaftlichen Entwicklungen immer schlechter. Ein junges, dynamisches Team kann mit Härte und Willkür nichts anfangen. Der Leader schafft nicht Regeln und Hierarchien, sondern ein Klima und eine Kultur.